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So sieht's nämlich aus.

Oh du fröhliches Nichtraucherschutzgesetz!

Neues Jahr, neues Glück. Und: neue Regelungen. Die wichtigste für mich? Das öffentliche Rauchverbot wurde ausgeweitet. Bereits Mitte 2007 trat ein öffentliches Rauchverbot in Kraft, nun wird der Glimmstengel auch aus Cafés, Kneipen oder Diskos vertrieben!

Eine freiwillige Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA aus dem Jahr 2005 führte nicht zu nennenswerten Verbesserungen des Nichtraucherschutzes. Daher wurden in den Nichtraucherschutzgesetzen der Länder, die zumeist im Verlauf des Jahres 2007 verabschiedet wurden, Rauchverbote in der Gastronomie ausgesprochen. Einige Länder erlauben die Einrichtung von abgetrennten Raucherräumen und andere Ausnahmeregelungen, andere Länder führten generelle Rauchverbote ohne Ausnahmen ein. Die Mehrzahl der Rauchverbote trat am 1. Januar 2008 in Kraft, einige Bundesländer führten sie bereits 2007 ein und andere folgen im Verlauf des Jahres 2008. (wikipedia.org)
Als bekennender Nichtraucher gilt für mich Freude pur!

StudiVZ wird wieder studentischer

Vorbei die goldenen Zeiten, als sich so manch vorfreudiger Schüler nicht nur in der für ihn gedachten Plattform SchülerVZ registrierte, sondern auch die Schwesterplattform StudiVZ mit seinem Profil bereichern durfte - denn das StudiVZ führt am 9. Januar 2008 neue Allgemeine Geschäftsbedingungen ein.

In den AGB heißt es unter anderem:

Zur Immatrikulation zugelassen sind nur unbeschränkt geschäftsfähige natürliche Personen. Minderjährigen ist die Teilnahme am studiVZ-Netzwerk untersagt.
Demzufolge wäre nicht nur das Anmelden als unter 18-Jährige(r) nicht mehr möglich. Es müssten rein rechtlich gesehen auch sämtliche Profile von Minderjährigen auf der Plattform gelöscht werden. In der aktuellen FAQ gibt es dazu noch nichts zu lesen.
Heidewitzka! Man darf gespannt sein, wie Verwaltungsaufwand, Reaktionen und Proteste zum neuen Jahr das StudiVZ durchschütteln werden.
Ich persönlich finde den Schritt wichtig und richtig, denn eine derartige Plattform muss eine klare Ausrichtung haben. Die Durchsetzung mit etlichen Schüler-Profilen, die vom Abitur noch weit entfernt waren, standen der StudiVZ-Idee lange schon entgegen.

Ein neue Profilierung scheint indes sehr wichtig für die Gründer, schließlich kommt jetzt auch noch Facebook nach Deutschland...

Bann Last.FM?

Was für ein genialer Reim!
Aber zurück zum Ernst. Als sehr begeisterter last.FM-Fan fand ich vor einigen Tagen einen Blogeintrag, der folgendes verkündete:

last.fm gone - last.fm hat an die Musikindustrie ausverkauft. Ich habe meinen Account gelöscht und kann nur jedem raten, dasselbe mit seinem Account auch zu tun.
Für mich unverständlich. Denn die Musikcommunity läuft frei nach dem Moto: alles kann man, aber nichts muss man. Aber schaut selber mal in die Diskussionsrunde (Link kopieren und in die Browserzeile einfügen, anders funktioniert der Schmonz die Weiterleitung nicht) rein und schreibt eure Meinung!

Wie man das frühe Aufstehen überlebt...

Irgendwie gar nicht.

Den meisten müssten meine akuten früh-aus-dem-Bett-rausquäl-Probleme bekannt sein. Es ist schon ein komischer Zufall, dass ich den Wecker abends stelle, aber er morgens trotzdem immer aus ist...
In den letzten Jahren habe ich folgende, komplett schief laufende Methoden getestet:

1. So ein absolut schrecklicher netter kleiner tick-tack-tick-Wecker. An die Wand schmeißen. Raufhauen. Weiterschlafen.
2. Der Funkwecker. Raufhauen. Weiterschlafen. Weckwiederholung. Raufhauen. Weiterschlafen. Weckwiederholung. Raufhauen...
3. Radio. Leider liefen um 6.30 Uhr immer die falsche Lieder... Kann eben nicht jeder einen so guten Musikgeschmack wie ich haben.
4. Handy-Wecker mit dem Lieblingssong. Vermutlich die beste Lösung. Allerdings mit Hassgefahr.


Kurzum, nichts funktioniert. Also regelmäßiges Zuspätkommen einplanen.

Hommage an ein Stadtviertel

Für Studenten wegen langer Fahrzeiten in die Saufmeilen Ballungsräume der Innenstadt wenig attraktiv, tummeln sich eine ganze Menge schlecht situierter Hartz-IV-Empfänger, unterer Mittelständler, Irrer und ich in Rostocks leider wohl bekanntestem Stadtviertel.
Ohne verstaubte Vorurteile aus der verrotteten Wiese hinter meinem Haus ausbuddeln zu wollen, muss ich leider sagen: Man merkt, wer hier wohnt. Augen und Ohren auf, das Comedy-Programm läuft in Massen über die Straßen eines Viertels, was zwischen Neubaucharme und Plattenbauromantik irgendwo ins Nirgendwo driftet.
Die Mietpreise sind gering, dafür ist Lichtenhagen berühmt wie berüchtigt. "Alter scheißegeil, mehr Mücken für Bier" ist die wohl treffendste Zusammenfassung für die Motivation, hierher zu ziehen. Bei Aldi an der Kasse, beim (durchaus fraglichen)Wellblech-China-Döner-Fritten-Brathähnchen-Paradies vorm Lidl und natürlich vor, in, über und auf der Spielhalle tummelt sich ein buntes Wirrwarr aus mieser Grammatik, fettigen Haaren und nicht mehr vorhandenen Zähnen (gibt's auch im Kombi-Pack).
Es sei dahingestellt, warum diese Leute sich in etwaigen Zuständen befinden. Es obliegt mir auch nicht, über sie zu richten. Aber lachen, das kann man wunderbar.
Ein Gespräch an der Bushaltestelle, morgens um 11 Uhr:

Er (vielleicht 20, Haare spiegeln die Straße, Kippe im Mund): "Oah, dieser Stwenn [Sven?] is ja voll eifersüchtig"
Sie (auch 20, korpulent aber grausam dezent bauchfrei): "Is doch der totale Penner"
Er "Ey man, du hast den mal geliebt. Und wurdest voll verarscht man."
Sie (stolz): "Zwei mal!"

Und es sind solche Gestalten, die immer noch eins draufsetzen können mit Sätzen wie

"Lieber Gott, lass Hirn regnen - aber nicht zu viel"

Na, ist doch längst geschehen.

Wenn der böse Schnupfen kommt...

...ist man ganz schön arm dran! Die Nase läuft, die Augen tränen, die Stimme hört sich an als hätte man drei Tage lang nur Whiskey getrunken und die Stimmung ist dementsprechend. Blöd vorallem, wenn es einen direkt in den Ferien erwischt. Vorteil: Mein Ein-Mal-im-Herbst-und-Winter-erkälten ist damit ausgestanden!
Ich finde, ich darf mir dann auch mal einen faulen machen. Gar nicht erst richtig aufstehen, stattdessen auf dem Bett liegen und durch's Fernsehen zappen. Oh mein Gott, ist das Fernsehprogramm schlecht! Ich habe mir einfach mal den Spaß gemacht, einen Tag lang das Hausfrauen-Programm zu verfolgen.
Los geht's gegen 12 (vorher aufwachen? Ich doch nicht!) bei Pro7 mit "Deine Chance! 3 Bewerber - 1 Job". Klingt ja noch ganz nett soweit. Ist es auch, abgesehen natürlich, dass alle Ansprüche aus der Sendung gestrichen wurden. Danach bloß nicht umschalten, denn es kommt "SAM". Der Wechsel vom himmelhochjauchzend zu zu Tode betrübt verwirrt etwas, außerdem werden hier irgendwie wiederholte Beiträge gezeigt. Egal, einfach weiter reinziehen und nicht über die Sinnlosigkeit nachdenken. Denn danach kommen wir zu meinem Highlight: "We are Family! So lebt Deutschland." Eine pupertierende Göre, die sich ständig mit ihrer Mutter anlegt.
Uff, der erste Teil des Hausfrauenprogramms ist geschafft. Ich fühle mich leicht benebelt. Ich brauche jetzt was zum Lachen. Bisher war das zwar ganz witzig, aber hatte fast noch Anspruch. Nun ist Telenovela-Zeit. Beginnen wir bei ARD mit "Sturm der Liebe". Ach Gott, ist das Leben schlimm. Die eine schwer krank, die andere schwer verliebt, noch eine hat schwere Erinnerungen. Mir kommen gleich die Tränen. Allerdings habe ich schon schlechtere Schauspieler gesehen. Von unglaublicher Trägheit ergrifft, stoße ich dann noch zur letzten Serie vor: "Wege zum Glück" auf ZDF. Könnte auch eine Astro-Sendung sein...Egal. Das System ist irgendwie ähnlich. Da hat eine ihr Kind verloren, eine andere belügt ihren Mann, wieder eine ist unglücklich verliebt (übrigens in den belogenen Mann, was aber eh niemanden interessiert). Kurzum, der Stoff ist genauso altagsunpassend und unrealistisch wie bei allen anderen Serien dieser Art.
Aber wenigstens habe ich darüber meinen Schnupfen kurz vergessen und wie schrecklich ich dabei aussehe. Heute geht's mir auch schon besser. Das lag aber sicher nicht am Fernsehprogramm.
PS: Die ganzen Verlinkungen in diesem Beitrag haben mich wohl mehr Kopfarbeit gekostet, als bei meinem gesamten Fernsehprogramm gestern.

Biete günstige Klobürsten-Beratung an!

Ich wollte schon immer mal auf Knien durch die allseits bekannte Drogerie Rossmann robben. Und das vor 6 Uhr morgens.
Dort war nämlich heute Inventur angesagt. Heißt übersetzt: Viel zu müde durch die Regale wühlen und dabei auch zu denen zu gehören, die Unmengen von so genannter "Schüttware" zählen durften, während andere einfach nur Produkte scannen brauchten. Und das um 7 Uhr vor dem Süßigkeitenregal. Schier unmöglich. Anmeckern für Dinge, die man gar nicht verbrochen hat, inklusive.

Braucht vielleicht jemand eine neue Klobürste? Ich kenn mich da nun bestens aus mit dem Sortiment, Kaufberatung versteht sich von selbst. Natürlich müsste man mich für die Umstände, die ich mir mache, kräftig entlohnen.

Wie auch immer, das ganze Unterfangen war letztendlich doch ganz in Ordnung. Zumal ein Stundenlohn von 7,75€ schon recht viel für eine solche Arbeit ist...Irgendwann stellt sich dabei auch eine gewisse Monotonie ein, das eigentlich Problem war auch eher die unglaubliche Müdigkeit. Liegt vielleicht daran, dass meine Freundin und ich, obwohl wir früh ins Bett gegangen waren, noch stundenlang unheimlich wichtige Themen diskutieren mussten.
Dass ich im Unterricht danach nicht eingeschlafen bin, grenzt an ein Wunder. Dann noch durch die Freistunde hoppeln, um danach in den Sport-Kurs zu stolpern, worauf ich mich anschließend bei Oma und Opa mit Kuchen vollgestopft habe, um dann zum Mal-Kurs zu fahren und irgendwann auch wieder hier anzukommen. Morgen schlafe ich dann erstmal bis 14 Uhr. Amen.

Apple - jetzt endlich auch giftig

Hach. Nachdem Apples neuester Kassenschlager, das iPhone, nicht nur eher mittelmäßig beurteilt wird, sondern auch mit restriktiver Markteinführungspolitik mehrfach ins negative Licht der Öffentlichkeit gerückt ist, legt Greenpeace mit einem aktuellen Bericht noch eins drauf.

Kurz: das iPhone sei "giftig". Es enthalte Spuren von Blei und anderen krebserregenden Stoffen, untersucht wurde das Telefon in einem britischen Labor. Schön und gut, Apples schick verpackter Plastikmist Spross der Lifestyle-Produktlinie ist möglicherweise für den Nutzer gesundheitsschädlich. Da der übliche Apple-Käufer über derartiges hinwegsehen mag, erscheint der Greenpeace-Bericht wenig spektakulär. Für Apple aber könnte es nach den ohnehin schon ausstehenden Milliardenforderungen wegen seiner iPhone-Geschäftspolitik durchaus ernst werden. So heißt es auf Computerbase.de:

Aufgrund der potentiell vom iPhone ausgehenden Gesundheitsgefahr ist die Verbraucherschutzgruppe Center for Environmental Health (CEHCA) dabei, ein zivilrechtliches Verfahren gegen Apple anzustrengen. Dabei wird der Konzern vor allem erklären müssen, wieso und in welchem Umfang toxisches Chlorid im iPhone zu finden ist, das unter anderem die geschlechtliche Entwicklung von Säugetieren und damit einhergehend zahlreiche weitere physische Probleme verursachen kann.

Und dabei sitzt doch ausgerechnet Umwelt-Guru Al Gore in Apples Verwaltungsrat. Krebs ist ja auch kein Klimakiller.

Angehört #1 - Musikexpress 130

Klasse. Eigentlich bin ich erklärter Gegner von typischer Musikjournalistenschreibe, die uns ungebildeten Indie-Teenie-Dingsbums-Lesern möglichst zweifach pro Zeile mit Querverweisen auf Musiker beeindrucken will, von denen man jenseits der 90er-Jahre kein Schwein (mehr) kennt. Trotzdem schmeiße ich Geld zum Fenster raus gönne ich mir den Luxus auf regelmäßige Lektüre der umjubelten und wunderbar bunt bedruckten Szenepappe Musikexpress.
Ein Higlight sind dabei weniger (die in der aktuellen Ausgabe zugegeben sehr gelungenen) Plattenkritiken oder seitenweise Schlabberkram über die Geschichte des Punk - nein, vielmehr angetan hat es mir die beiliegende CD (aber bitte Jungs, auch das Heft kaufen und nicht nur hinterm Regal in der letzten Reihe die Silberscheibe rausstibitzen).

Klar, in weniger als 40 Minuten ist die Scheibe durchgedudelt, aber verträumter (deutsche) Indie/Schrammel/Herzschmerz-Balladenrockfolkpop lädt zum Verbrennen der Finger auf der Repeat-Taste ein. Unbedingt anzuhören sind neben Jens Friebes gelungener Eigenkreation "Das mit dem Auto ist egal Hauptsache dir ist nichts passiert" auch "Is There A Ghost", der neue 3-Zeiler von Band Of Horses. Unglaublich, wie vielsagend nichtssagend 3 Minuten wunderbarer Gitarrendschungel doch sein können. Kennt und mag man ja vom ersten Album allerbestens.
Dass Eva Padberg dagegen mehr als nur über den Laufsteg gondeln kann, war für mich eine kleine Überraschung.

Schön, wenn der Hörgenuss von Leserbriefschreibern wie Jörg Eckert abgerundet wird. Das

"untalentierte Seicht-Pop-Äffchen"
Mika ist aber auch wirklich ein
"Industrieklon."
Aber hallo!